Die Freediving Disziplinen2017-12-12T16:42:00+00:00

Die Freediving Disziplinen

 

Scubamarine-Freediving-Basic-und-Level1

STA (static) – Zeittauchen

Ziel dieser Disziplin ist es, so lange wie möglich den Atem anzuhalten. Das Gesicht und die Atemwege befinden sich unter Wasser. Das Zeittauchen oder Static, wie es auch bezeichnet wird, findet in knietiefem Wasser statt. Der Taucher versucht, sich maximal zu entspannen, um so wenig Sauerstoff wie möglich zu verbrauchen. Während des Tauchgangs wird der Zeittaucher ständig von einem nichttauchenden Partner betreut. Der Partner prüft in regelmäßigen Abständen, ob der Taucher noch bei bei Bewusstsein ist. Dies erfolgt durch kurzes Tippen auf Finger oder Schulter und wird durch eine kurze Fingerbewegung des Tauchers bestätigt.

 

PADI Freediver Kurs mit Scubamarine im Juni 2016DYN (dynamic) – Streckentauchen mit Flossen

Hier geht es darum, eine möglichst große Distanz unter Wasser zurückzulegen. Diese Disziplin findet meinst in einem Schwimmbad statt. Die Arme kommen nicht zum Einsatz. Sie werden meist stromlinienförmig nach vorn gestreckt oder seitlich an den Körper angelegt. Der Freediver versucht, mit seinen langen Flossen eine gleichmäßige und konstante Geschwindigkeit zu erreichen. Die Herausforderung beim Streckentauchen besteht darin, ein perfekte und kraftsparende Wende zu machen, die bei der klassischen 25-m-Schwimmbadlänge den meisten Sauerstoff verbraucht.

DNF (dynamic without fins) – Streckentauchen ohne Flossen

Entspricht dem Streckentauchen mit Flossen, nur dass man laut Regeln keine Flossen verwenden darf. Der Schwimmstil gleicht dem Brustschwimmen, wobei hier eine optimale Mischung aus Schwimmbewegung und Gleitphase angestrebt wird.


Freediving Training von Scubamarine bei Apnea Canarias auf Teneriffa 2014CWT (constant weight)
– Tieftauchen mit konstantem Gewicht

Bei dieser Disziplin wird an einem mit Bleigewichten gespannten Seil in die Tiefe abgetaucht. Das Seil dient dabei nur der Orientierung und darf bis auf die Wende zwar berührt, aber nicht zum Auf- oder Abstieg zuhilfe genommen werden. Am Zielpunkt angekommen, erfolgt die Wende. Der Aufstieg wird mit einem kräftigen Zug am Seil eingeleitet. Der Buddy an der Oberfläche macht sich zur Sicherung des Tauchers bereit. Der Freediver taucht auf und wird in ca. 10 m vom Buddy in Empfang genommen. Beide tauchen dann weiter am Seil auf, wobei der Sicherungstaucher etwa einen Meter abseits den Aufstieg begleitet. Die verwendeten Bleigewichte verbleiben am Körper des Freedivers und dürfennur im Notfall abgeworfen werden.

CNF (constant no fins) – Tieftauchen ohne Flossen

Entspricht dem Tieftauchen mit konstantem Gewicht, nur dass hier auf die Hilfe der Flossen verzichtet wird. Der Taucher zieht sich mit kräftigen Armzügen am Seil entlang nach unten und wieder nach oben. Diese Disziplin eignet sich gut als Aufwärmtraining, da hier nicht zu schnell abgetaucht werden kann. Die Flossen bleiben an den Füßen, dürfen aber nur im Notfall eingesetzt werden.

FIM (free immersion) – Free Immersion

Auch hier geht es darum, die größte Tiefe zu erreichen. Auf Flossen wird verzichtet. Der Taucher zieht sich mit Armzügen in die Tiefe oder taucht im Schwimmstil in die Tiefe. Was die körperliche Fitness angeht, ist diese Disziplin die größte Herausforderung. Unten angekommen muss der oder die Taucherin mit eigener Kraft wieder nach oben schwimmen. Hier werden bereits Tiefen jenseits der 100m Marke erreicht.

 

VWT (variable weight) – Tieftauchen mit variablem Gewicht

Der Taucher lässt sich mit einem Gewicht nach unten ziehen, der Aufstieg muss jedoch aus eigener Kraft erfolgen. Dabei darf der Taucher Flossen benutzen und sich am Führungsseil nach oben ziehen.

NLT (no limit) – No limit

Auch hier zählt die Tiefe. Einschränkungen gibt es, wie der Name schon sagt, praktisch keine. Der Taucher darf einen Schlitten für den Abstieg verwenden. Auch der Aufstieg muss nicht aus eigener Kraft geleistet werden, vielmehr dürfen ein Hebeballon oder ein Scooter verwendet werden.

Allgemeiner Hinweis:

Wie bei CWT beschrieben, werden alle Tauchgänge durch einen Buddy abgesichert. Dieser muss, um eine effektive Sicherung zu gewährleisten, bis auf das Zeittauchen denselben Leistungsstand aufweisen wie der aktive Taucher. Achtet darauf, dass ihr nur innerhalb eurer persönlichen mentalen und physischen Grenzen taucht.

Link zu den aktuellen Freediving Rekorden:

https://www.aidainternational.org/WorldRecords

Meine Buchtipps: